Dankbarkeit ist vielleicht DIE Triebfeder des Lebens.

Sie hat die Kraft, einen grauen, tristen Tag in ein wahres Geschenk zu verwandeln. Oft sind es nicht die grossen Dinge, die den Unterschied machen. Sondern die vielen kleinen. Genau die, welche wir leicht aus den Augen verlieren, wenn wir uns nicht immer wieder darauf fokussieren. In diesem Artikel geht es darum, was für ein grosses Potential in der Dankbarkeit schlummert. Besonders im Bezug auf Beziehungen!

Aller Anfang ist leicht

Das Verliebt-sein lässt sich selbst und den Partner in einem hellen Licht erstrahlen. Man idealisiert den Partner, und man meint, endlich den Traumpartner gefunden zu haben, auf den man schon sein ganzes Leben gewartet hat. Es scheint klar zu sein, dass dieser Mensch uns von all unseren Sorgen und Ängsten befreien kann.

Doch wir werden ent-täuscht. Irgendwann erlischt dieser Schein.

Was einst ein prickelndes Gefühl in uns weckte, wird bald normal und selbstverständlich. Erst haben wir unseren Partner noch mit dankbaren Augen angehimmelt und plötzlich bringt man nur noch ein müdes Lächeln zu Stande. Die Leidenschaft, die typisch ist für den Anfang einer Partnerschaft weicht der Gewohnheit.

Und ab diesem Moment fängt für mich die Beziehung erst an.

Die Fassade bröckelt. Und die Menschen, die sich dahinter verborgen haben, kommen zum Vorschein. Dann ist es Zeit, sich auch mit den weniger attraktiven Seiten des Partners (und natürlich auch sich selbst) auseinander zu setzen.

Klar, es ist unmöglich, alle Beziehungen in den selben Topf zu werfen! Für mich aber scheint es in den meisten Fällen so zu verlaufen wie, ich oben beschrieben habe. Und im selben Atemzug muss ich gestehen, dass es bei mir und Jess komplett anders begonnen hat.

Wir hatten am Anfang keine klassische Verliebtheits-Phase. Wir waren zum Zeitpunkt unseres Zusammenkommens auch noch gar nicht bereit, uns auf eine tiefgreifende Beziehung einzulassen. Und so haben wir zu Beginn immer wieder heftig miteinander gekämpft. Immer wieder haben wir über unsere Werte debattiert – Werte die sich oberflächlich stark zu unterscheiden schienen, sich aber schlussendlich als beinahe deckungsgleich erwiesen. Auch wenn es eine sehr anspruchsvolle Zeit war, so bin ich heute sehr dankbar dafür. Schliesslich hat uns dieser Prozess eng aneinander geschweisst. Und uns viel darüber gelehrt, wie der andere tickt und wie man als Paar mit Konflikten umgehen kann, damit bald wieder Harmonie entsteht.

Wie hast du das in deinen Beziehungen erlebt? Hattest du auch schon eine rosarote Brille auf? Und wie bist du damit umgegangen, als das rosarot vom Alltags-graublauviolett abgelöst wurde?
Lass es uns wissen! Schreib uns doch ein E-Mail oder einen Kommentar! 🙂

Dankbarkeit Liebe Beziehung Partnerschaft

Die Macht der Gewohnheit, mal anders

Menschen lieben Gewohnheiten. Wenn wir uns nach einem inneren Plan ausrichten können, erleichtern wir uns so das Leben. Denn jede Situation komplett neu zu bewerten, ist sehr anstrengend. Stell dir vor, du müsstest dir jedes Mal überlegen, wie du die Zahnpasta auf die Zahnbürste bringst und wo man überall putzen muss, damit man keine Löcher in den Zähnen kriegt.

Und obwohl ich erst gerade über die Gewohnheit gemeckert habe, so hat sie doch auch ihre positiven Seiten! Wenn du magst, hier ein Blog, der sich intensiv mit der Gewohnheit und seinem Potential beschäftigt: www.routiniert.com.

Was ist, wenn man es sich zur Gewohnheit macht, Menschen generell und seinem Partner im Speziellen mit Wertschätzung und Dankbarkeit zu begegnen? Damit meine ich aber nicht, dass du „mechanisch“ mit Komplimenten um dich werfen sollst, ohne dabei zu fühlen, was du sagst!

Sei konkret, sei aufrichtig, sei herzlich und die Welt liegt dir zu Füssen. 😉

Wenn ihr im Bett liegt, streiche über den Körper deines Schatzes und stell dir vor, dass du dies zum allerersten Mal tust. Natürlich kannst du diese Vorstellung in viele andere Momente übertragen! Probier es aus, es macht höllisch viel Spass. 🙂

Achte dich darauf, was dein Partner alles für dich tut. Und bedanke dich aufrichtig, wenn du etwas Rührendes bemerkt hast. Schenke ihm deine volle Aufmerksamkeit, wenn er mit dir spricht. Aufmerksamkeit ist für mich eines der grössten Geschenke, die wir überhaupt geben können. Manchmal braucht es dafür nicht einmal Worte. Ein Blickkontakt, ein freundliches Lächeln oder Kopfnicken kann Berge versetzen!

Während du damit eine Menge schöne Gefühle in die Welt hinausträgst, schärfst du deinen Blick fürs Positive. Gut und schlecht sind zwei Seiten derselben Medaille. DU entscheidest, welche der beiden Seiten du sehen willst. Klar, wenn du mit dem Tod, mit Misserfolgen oder anderen schmerzhaften Erfahrungen konfrontiert wirst, fällt es schwer, dabei das „grosse Ganze“ zu sehen. Manchmal braucht das Zeit. Und erst in der Rückschau wird dir klar, dass diese „negativen“ Erlebnisse trotzdem ihren Sinn hatten.

Mir ist aufgefallen, dass ich mir selbst gegenüber viel wertschätzender sein kann, seitdem ich angefangen habe anderen Menschen mit eben dieser Einstellung zu begegnen. Was gibt es schöneres als deinen Mitmenschen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern?

Lachen steckt an.

Und in dem du deine Freude mit anderen teilst, bist du der Ursprung einer Kettenreaktion, die deine Freude in die Welt hinausträgt. Es gab hierzu ein spannendes Experiment. Unter www.soziochaotin.de oder bei www.coaching-gruber.de erfährst du mehr darüber.

Dankbarkeit als Ritual im Alltag

Ich nehme mir nach jeder Morgen-Meditation Zeit um mich an all das zu erinnern, wofür ich dankbar bin. Es ist zu einem richtigen Ritual geworden, welches mir zu enorm viel Kraft und Motivation verhilft. Vielleicht magst du dir ja auch ein kleines Zeitfenster freizuschaufeln, wo du dich der puren Dankbarkeit widmest! Wie wärs am Morgen, bevor du zur Arbeit losziehst? In der Kaffeepause? Oder vielleicht am Abend, wenn du mit deinem Partner im Bett liegst und ihr darauf wartet, in die Traumwelt hinabzusteigen?

Ich lade dich ein, eine drei-Wochen-Dankbarkeits-Challenge zu starten!

Ein oder zwei Minuten pro Tag sind völlig ausreichend! Ich verspreche dir, wenn du diese Übung wirklich drei Wochen durchziehst, wirst du eine wunderbare Verbesserung verspüren.

Traust du dich? Schreibe uns unbedingt, was sich in dieser Zeit verändert hat. Wir sind schon ganz neugierig auf deine Nachricht!

Zum Schluss möchte ich diesen Artikel mit einem wunderbaren Zitat von Francis Bacon untermalen:

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

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