Ich erlebe es gerade mit Jess von Tag zu Tag aufs Neue: Wir verbringen seit dem Beginn unseres Abenteuers vor etwa einem Monat nahezu jede Minute miteinander. Das ist völlig neu und bedeutet für uns eine riesige Umstellung.

In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, wie wir es erleben sehr viel Zeit miteinander zu teilen. Was wir daran geniessen, welche Probleme uns begegnen und wie wir mit ihnen umgehen.

Unsere Welt steht Kopf

Seit einem Monat steht unsere Welt Kopf. Wir haben unsere Heimat verlassen, sind ins Flugzeug gestiegen und befinden uns jetzt am anderen Ende der Welt. (Fast) nichts ist, wie es war. Wir stehen auf wann wir wollen. Können unseren Tagesablauf planen, wie es uns passt. Oft tun wir überhaupt nichts, etwas, was in der Schweiz viel zu kurz gekommen ist. Im Bett liegen, kuscheln, die Decke anschauen und sich dabei wohl fühlen. Einfach Herrlich!

Das bedeutet aber auch, dass wir plötzlich den ganzen Tag zusammen verbringen. Von frühmorgens bis spätabends: Jess und ich teilen den selben Raum, atmen die selbe Luft, fühlen oft das gleiche und teilen viele gemeinsame Gedanken. Das ist wundervoll. Echt. Besonders, weil die Chemie zwischen uns einfach stimmt und wir uns gegenseitig wunderbar unterhalten können. Es wird nie, wirklich nie, langweilig, wenn wir Zeit miteinander verbringen. Es gibt niemanden auf der Welt, mit der ich diese Erfahrung lieber teilen möchte, als mit Jess!

Ich will uns aber keines Wegs heiliger darstellen, als wir sind. Natürlich haben wir auch Konflikte miteinander. Das kann ganz schön laut und emotional werden, wenn wir uns gegenseitig ankeifen. Und wenn man wirklich viel Zeit miteinander verbringt, gibt es immer Phasen, wo man sich gegenseitig auf den Wecker geht.

Manchmal vergisst man sich selber

Oft ist der Grund folgender: Man vergisst vor lauter Zweiheit, dass man auch Zeit für sich braucht. Zeit, um einfach bei sich zu sein. Dinge zu tun, die einem wichtig sind. Lesen, Gitarre üben, schreiben, tanzen. Whatever. Wir sind Spezialist darin, unsere Bedürfnisse oft nicht wahrzunehmen. während ich ohne ersichtlichen Grund abweisend werde und auf emotionale Distanz gehe, neigt Jess dazu, in die Konfrontation zu gehen. Ich bin mir sicher: Das tun wir, wenn wir uns selber vernachlässigen. Wenn wir uns nach Ruhe sehnen. Es ist wie so oft: Wir haben das selbe Problem, gehen aber ganz anders damit um!

Erlebst du das mit deinem Partner auch so?

Kommunikation ist das Stichwort!

Ich kann es nicht oft genug sagen. Kommunikation ist das A und O. Wenn man ständig zusammen ist, muss man zahllose Absprachen treffen und Kompromisse finden. Es geht immer wieder darum, verschiedene Ideen miteinander verschmelzen zu lassen, sodass wir beide schlussendlich glücklich und zufrieden sind. Dazu braucht es die Bereitschaft, sich vollkommen auf die Bedürfnisse von sich selber und auf jene seines Schatzes einzulassen. Dabei ist es nicht nur entscheidend, was man sagt, sondern auch wie! Der Ton macht die Musik. Bleib bei dir, äussere Wünsche anstelle von Vorwürfen.Wenn du ein Problem hast, liegt das an erster Stelle an dir und nicht an deinem Partner. Manchmal tut es in heissen Situationen gut, an die frische Luft zu gehen und sich abzukühlen (Kannst du hier auf den Philippinen vergessen. Zum Glück gibt es Klimaanlagen und Ventilatoren, hahaha :P). Noch mehr lustige Tipps gefällig?

  • Einige Male tief ein -und ausatmen.
  • Innerlich auf 20 zählen.
  • Ein paar Liegestütze machen
  • Laut schreien
  • Die Schläfen massieren
  • Stift und Papier zur Hand nehmen und alles aufschreiben und die heisse Luft rauslassen.

Wie wärs, sich für ein paar Minuten in Dankbarkeit zu üben? 

Fazit

Eine meiner Hauptaufgaben momentan: Immer wieder in mich gehen und erspüren, was ich gerade brauche. Um erfolgreich kommunizieren zu können, braucht es eine innere Klarheit. Reflexion und Stille helfen dabei enorm!

Zum Glück haben Jess und ich unglaublich viele gemeinsame Interessen.  Zusätzlich ist es uns im Laufe unserer Beziehung gelungen, in vielen Dingen eine gemeinsame Faszination zu finden und sie miteinander zu teilen. Aber natürlich teilen wir nicht alle Interessen. Schliesslich sind wir keine Klone. 😛 Darum ist es wichtig, dass wir uns regelmässig Zeit nehmen, wo sich beide zurückziehen und alleine sein können.

Danach kann man sich wieder mit aufgeladenen Akkus begegnen.

Warst du auch schon mal mit deiner Freundin deinem Freund als Paar auf Reisen? Wie hast du das ständige Zusammensein erlebt?

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Wir haben übrigens kürzlich ein Video aufgenommen, in dem wir ein erstes Fazit zu unserem ersten Monat auf Reisen ziehen und über unsere Erlebnisse berichten. Viel Spass beim anschauen! 😀